Kleiner Einblick in die Burgberger Geschichte

Seinen Namen erhielt Burgberg von der ehemaligen Burg am Berg, deren Überreste heute noch als Ruine am südlichen Ortsrand auf einem Felssporn zu bewundern sind. Schriftlich erwähnt wurde Burgberg erstmals um 1140. 1635 im Dreißigjährigen Krieg brannte die Burg ab und wurde nicht mehr aufgebaut. Burgberg gehörte zum Besitz des Hochstifts Augsburg, bis dieser nach dem Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 an Bayern fiel. Heute ist die Ruine in Privatbesitz. Von 1992 bis 1997 wurde die Hauptwand der Ruine saniert. Man erreicht sie über einen schön angelegten Wanderweg.
Informationen zur Burg Burgberg erhalten Sie auch hier bei der Burgenregion Allgäu
Agathazell

Der Ortszeil Agathazell gilt als eine der ältesten Gründungen des Allgäus. Agathazell wird mit der zur Zeit Karl des Großen (um 839) genannten „Aldrichszelle“ in Verbindung gebracht. Im Allgäu wurden viele solcher Zellen von Missionsmönchen errichtet und nach dem Erbauer benannt. Um das Jahr 912 erwarb das Kloster Kempten unter Abt Tatto die Aldrichszelle. Zu Ehren des Abtes Tatto wurde die Zelle, die sich allmählich zu einer Ansiedlung entwickelte, nach ihm benannt. Dies erklärt auch die im Volksmund verbreitete Bezeichnung „Tatte“ oder „Datte“ für den Ortsnamen von Agathazell. Der Ortsname selbst wurde von der Hl. Agatha abgeleitet, zu deren Ehren die Kirche geweiht wurde.
Wirtschaftsfaktor Eisenerz

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Burgberger Bevölkerung war lange Zeit der Eisenerzabbau. Am Ende des 15. Jahrhunderts stand hier die Eisenindustrie in voller Blüte. Die Erze wurden am ganzen Grüntensüdhang gefunden und dort gleich an der Starzlach in zwei Schmelzöfen eingeschmolzen. Ab 1607 wurde das Erz im Winter mit Schlitten nach Sonthofen gebracht.
Mit Beginn des Eisenbahnzeitalters kam besseres und billigeres Eisen ins Allgäu und so wurde 1859 der Bergbau eingestellt werden. Seit 2006 kann in der Erzgruben Erlebniswelt am Grünten dieser Teil der Burgberger Geschichte wieder erlebt werden. Das Museumsdorf informiert umfassend über Geologie im Grüntenraum und das harte Leben der damaligen Bergknappen. In zwei Schmiedehütten ist die Weiterverarbeitung des gewonnenen Eisens zu sehen. Führungen in die alten Stollen runden das Erlebnis ab. Erzgruben Erlebniswelt am Grünten
Hirnbeins Grüntenhaus

Im Jahre 1851 errichtete Carl Hirnbein mit dem Grüntenhaus die erste und um diese Zeit einzige Unterkunftsmöglichkeit in den Allgäuer Alpen. Kurios: Denjenigen, die den Aufstieg nicht zu Fuß bewältigen konnten, bot er den Ritt zum Grüntenhaus auf extra in Savoyen erworbenen Mauleseln an. Heute ist das Grüntenhaus beliebtes Einkehrziel bei Wanderungen zum Grünten.
Chronik von Burgberg

Interessieren Sie sich sich für die Geschichte Burgbergs und möchten Sie gern mehr davon erfahren? Die Chronik Burgbergs, geschrieben von Dr. Weizmann ist ein umfassendes Werk, das sich mit den politischen und wirtschaftlichen Bedingungen unserer Vorfahren beschäftigt. Es schildert die Entwicklung Burgbergs vom ehemaligen Bauerndorf zum heutigen aufstrebenden Wohnort mit Gewerbe, Tourismus und Landwirtschaft.
Die „Chronik Burgberg“ kann über die Gästeinformation Burgberg zu einem Preis von 22,50 Euro erworben werden. Gerne senden wir das Werk gegen Rechnung und zzgl. der Versandkosten auch zu Ihnen nach Hause.
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